Sehenswürdigkeiten   
Architektonisches museales Schutzgebiet

Der Hügel Tsarevets wurde noch im Kupfer-/Steinzeitalter /4200 v.Ch./ bevölkert. Im Spätbronzezeit /XII-X Jh. v. Ch/ und in den Eisenzeiten /X-I Jh. v. Ch./ entstand auf seinem Territorium und entwickelte sich eine thrakischen Siedlung mit beträchtlicher Fläche. Vom IV Jh. Bis zum VII Jh. wurde auf dem Hügel, die Zitadelle der großen spätrömischen und frühbyzantinischen Stadt Zikideva aufgebaut. Dicke Festungsmauer und Tore verteidigten das dicht mit Kirchen- und Wohnungsgebäuden bebaute und befestigte Territorium. Im VII Jh. wurde die Stadt während der Awaren–slavischen Einfällen vernichtet. Im X Jh. wurde auf den Festungsruinen eine kleine bulgarische Siedlung aufgebaut. Vom Ende des XII Jahrhunderts bis zum Ende des XIV Jahrhunderts erhob sich auf dem Hügel die Zitadelle der Tarnovgrad – mächtige Festungsmauer, Toren und Türme bewachen die Hauptstadt des Zweiten bulgarischen Staates. Hier wurden der Palast der bulgarischen Zaren und die Residenz der bulgarischen Patriarchen aufgebaut. Die Festung wurde mit hunderten Wohnhäusern, über 20 Kirchen und Klostern dicht bebaut. Vom Ende des XIV Jahrhunderts bis zum Ende des XIX Jahrhunderts haben einige muselmanischen Stadtviertel von Tarnovo auf dem Hügel Platz gefunden, die im Sommer 1877, während der Befreiung der Stadt von den russischen Truppen, zerstört wurden.
Arbanasi

Gelegen 4 Km nordöstlich von Veliko Tarnovo, auf einem hohen Plateau mit Aussicht zu den mittelalterlichen Festungen Tsarevets und Trapezitsa. Die früheste schriftliche Urkunde über Arbanasi ist der Ferman von Süleyman der Prächtige von 1538, mit dem das Land der heutigen Orten Arbanasi, Gorna Oryahovitsa, Dolna Oryahovitsa, Lyaskovets und der kleineren Nachbarorte unter dem gesamten Namen Arnaut has karielari als einen Aussteuer dem Schwiegersohn des Sultans, dem Großwesir Rustem Pascha, gegeben wurde.
Handwerkliche Werkstätte und Läden

In der zweiten Hälfte des XIX Jahrhunderts, als die Wiedergeburtsstadt Tarnovo zu wachsen anfing, entwickelte sich westlich vom Platz "Bazhdarlak" der Markt "Samovodska charschiya" als Wirtschaftszentrum. In den Markttagen kamen hierher Bäuerinnen aus dem nahen Dorf Samovodene und verkauften Gemüse auf Matten, die direkt auf der Erde ausgebreitet wurden. Davon kommt auch der neue Name des Platzes – Markt "Samovodski Pazar". Auf dem Gehsteig, von der Bäckerei bis zum Gasthaus Hadzhi Nikoli, verkauften Bäuerinnen aus Belyakovets Milch, Butter, Käse. Es wurden zwei Straßen mit Läden, Werkstätten und Gasthäusern gestaltet. Die eine beginnt von einem kleinen Platz, der im XIX Jahrhundert Un Markt (Mehlmarkt) genannt wurde, und heute - Samovodski Pazar - und führt weiter in die Straße zum Gasthaus Dryanovski han (an der Stelle des abgerissenen Kino "Modernes Theater"). Hier wurden die Gasthäuser Hadzhi Davidov han und Velikoviya han, die Gestehäuser von Atanas Yonoolu und von Hadzhi Nikoli, Kleinhändlerläden, Schuh-, Schmiedewerkstätte u.a. gelegen.
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